Echinodorus
»Ozelot«
von
Christian
Westhäuser (2000)
Bei
Echinodorus »Ozelot« handelt es sich um eine
Sortenzüchtung (E. schlueteri leopard x E. barthii) der
Gärtnerei Hans Barth, Dessau..
E. »Ozelot« wächst in meinem Aquarium zu einer ca. 25 cm hohen wie breiten Pflanze heran (Gesamtumfang). Die Blattbreite beträgt bis zu 6 cm. Bei intensiver Beleuchtung (hier: 4x30 Watt bei 50 cm Wasserstand und 55 cm Beckentiefe) werden stark rote Herzblätter gebildet, die später vergrünen.
Der
Bodengrund besteht aus einem Sand-/Kiesgemisch mit beigemischter
Lateriterde. Trotz des weichen Wassers (GH ca. 3) ist ein
problemloses und zügiges Wachstum festzustellen. Sonstige
Wasserwerte: PH=6,5, CO2-Düngung, NO3 und PO4 nicht
nachweisbar.
Regelmäßig wird ein Blütenstiel
gebildet, der innerhalb weniger Tage die Wasseroberfläche
erreicht und darüber hinauswächst. Die großen, weißen
Blüten haben einen Durchmesser von ca. 3 cm; an den Blattquirlen
bilden sich submers wie emers Tochterpflanzen.
Die Tochterpflanzen setze ich ab einer Größe von 5 cm in den Bodengrund, in dem sie problemlos anwurzeln. Probleme bereitet hier jedoch jegliche Abschattung, da bei ungenügender Beleuchtung das Wachstum eingestellt wird bzw. immer kleinere Blätter getrieben werden.
Das
linke Bild zeigt eine Pflanze, die ich seit mehreren Wochen auf dem
Fensterbrett kultiviere. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch von
Gartenerde und Sand. Die Pflanzen werden nicht besprüht, sondern
nur täglich gegossen, so daß das Kultursubstrat immer
feucht bis naß ist.
Die Umgewöhnung von der submersen
(= unterwasser) zur emersen (= überwasser) Kultur gelingt am
leichtesten bei Tochterpflanzen, die am Blütenstiel bereits
teilemers gewachsen sind. In den ersten Wochen decke ich die
Pflanzschale mit einem Kunststoffdeckel ab, um eine hohe
Luftfeuchtigkeit zu erzielen. Es bieten sich hierfür
Minigewächshäuser aus dem Baumarkt an, die man bereits für
wenig Geld bekommt.