CO2-Diffusion einmal anders


Wer eine CO2-Anlage sein eigen nennt, kennt die vielen Diffusionsgeräte der großen Hersteller. Jedes dieser Geräte arbeitet anders, nur eines haben alle gemein: sehr hohe Anschaffungskosten.

In meinem Schauaquarium leite ich über eine Injektionsnadel (beim nächsten Hausarztbesuch abstauben :-)) das Kohlendioxid direkt in das Ansaugrohr meines Eheim-Außenfilters ein. Durch den geringen Kanülendurchmesser wird das Gas in kleinen Bläschen in das vorbeiströmende Wasser eingeleitet und im Filtertopf aufgelöst. Die Nadeln halten ca. ½ - 1 Jahr. Danach müssen sie ausgetauscht werden, da sie sich mit der Zeit zusetzen.
Wenn das Einlaßloch noch unter der Wasseroberfläche angebracht ist, muß die Nadel nicht unbedingt hundertprozentig mit dem Filterrohr abschließen. Das Loch habe ich mit einer heißen Stopfnadel (mit einem Feuerzeug erhitzt) in den Kunststoff gestochen.


Christian Westhäuser




Billiger Scheibenreiniger


Zum Scheibenreinigen benutze ich gelbe Haushaltsschwämme. Mit der rauen Seite lassen sich wunderbar veralgte Scheiben säubern, ohne das Glas zu verkratzen. Auch Filterwatte eignet sich zum Scheibenreinigen. Nur ist meiner Meinung nach die benötigte Kraftanstrengung größer als beim Haushaltsschwamm (besonders, wenn mehrere Aquarien nacheinander gereinigt werden, tut einem schon mal der Arm weh).

Von Kerstin Kriegmeier bekam ich den Hinweis, daß sich auch Teigschaber aus Plastik (Kosten: max. 2 DM) prima eignen und ewig halten.


Nachtrag: Aufgrund einer negativen Rückmeldung von Jürgen sollte davor gewarnt werden, unverhältnismäßig kräftig mit dem Schwamm gegen die Scheiben zu drücken, da bei manchen Schwämmen die Aquarienscheibe anscheinend Schaden durch Kratzer nehmen könnte, auch wenn ich damit bisher keine Probleme hatte.



Christian Westhäuser




Tonpapier als Aquarienhintergrund


Als Alternative zu bedruckten Hintergundmotiven empfehle ich schwarzes Tonpapier. Es verstärkt die Tiefenwirkung des Aquariums und wirkt keinesfalls »kitschig« (wie manch teure Variante aus dem Fachgeschäft).

Kosten: ca. 1,- DM/Bogen (70x50 cm)


Christian Westhäuser




Gurkenscheiben für Welse


Viele Harnischwelse benötigen pflanzliche Zusatzkost; steht diese nicht zur Verfügung, werden oftmals großblättrige Pflanzen wie Echinodorusarten beschädigt. Als Futter eignet sich z. B. roher Paprika oder Salatgurken (in Scheiben geschnitten). Futter, das innerhalb eines Tages nicht gefressen wurde, sollte entfernt werden.

Viele Aquarianer zerbrechen sich den Kopf, wie sie Gurkenscheiben so Verfüttern können, daß diese nicht auf der Oberfläche schwimmen: einfach die Gurkenscheiben einfrieren und nach dem Auftauen sinken die meisten zu Boden.


Harald Mauch


Ergänzung zu den Gurkenscheiben (Gemüse allgemein -Möhre-Zuccini-Fenchel-Paprika pp.)
Doch bitte nur im Notfall Gefriergut verwenden. Frischkost ist besser. Ein Aufsteigen/Aufschwimmen der Gemüseteile kann man verhindern, indem ein dünnes Bleiband (Umwickelung für Wasserpflanzen) am Gemüse befestigt wird. Befestigt man an dem Bleiband einen Zwirnfaden, so können die Gurkenscheiben auch an Problemstellen oder in der Nähe von Auzuchtverstecken platziert und je nach Bedarf (schonungsvoll) aus dem Becken herausgeholt werden.

Wenn für Dich die Bleibänder ein Problem sind: Flachkiesel (od. Schiefer) ankörnen, durchbohren, Gurkenscheibe mittels Garn befestigen


Klaus Batel





Höhle für Zwergbuntbarsche


Höhlen für Zwergbuntbarsche oder Welse lassen sich aus Kokosnüssen herstellen. Kokosnüsse sehen natürlich aus, halten »ewig« und sind zudem noch günstig im Supermarkt zu bekommen.

Die Kokosnuß wird in der Mitte geteilt (am einfachsten mit einer Handsäge) und das Fruchtfleisch sorgfältig entfernt. Anschließend reinigt man die Schale mit einer kleinen Bürste und entfernt lose Kokosfasern. Zum Abschluß wird noch ein Loch in der gewünschten Größe gebohrt bzw. gesägt und fertig ist Höhle.


Christian Westhäuser

Ergänzung zur Kokosnußhöhle:
Welse der Gattung Ancistrus und Peckoltia benötigen Fermente (Wirkstoffe, die beim Stoffwechsel behilflich sind, ohne selbst zersetzt zu werden). Diese holen sie sich u.a. von eingesetzten Wurzeln ggf. einige Arten auch von großblättrigen Pflanzen. Ihr werdet sicherlich schon beobachtet haben, daß o.a. Welse mit sehr gerne Wurzeln abweiden . Hier bieten Kokosnüsse neben ihrer Funktion als Brutstätten eine hervorragende Alternative an um den Fermentbedarf abzudecken. Bitte die Kokosnüsse zukünftig nicht entfasern; lediglich wie im Eurem Tip angegeben durchsägen, ausbohren und das Fruchtmark entfernen. Danach einige Minuten abkochen. Ihr werdet feststellen, daß die Welse die Kokosfasern abraspeln, bis irgendwann (abhängig von Anzahl, Größe u. Welsart) die Kokosnußschale blankgefressen ist. So können Pflanzen u. U. verschont werden.


Klaus Batel